Entbindungstermin-Rechner
Schätzen Sie den errechneten Geburtstermin (EGT) und das aktuelle Schwangerschaftsalter nach der Naegele-Regel — geben Sie entweder den ersten Tag der letzten Regelblutung (LMP) oder den geschätzten Konzeptionstermin ein, mit optionaler Anpassung an die Zykluslänge.
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Dieser Rechner liefert ausschließlich Schätzwerte und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die berechneten Termine beruhen auf Standardannahmen zu Zykluslänge und Ovulationszeitpunkt. Bitte wenden Sie sich für eine individuelle Betreuung an Ihren Gynäkologen, Ihre Hebamme oder einen anderen qualifizierten medizinischen Fachmann.
Errechneter Geburtstermin
Der errechnete Geburtstermin (EGT) ist das berechnete Datum, an dem eine Schwangerschaft mit 40 Schwangerschaftswochen das Reifestadium erreicht. Er wird üblicherweise aus dem ersten Tag der letzten Regelblutung abgeleitet, indem 280 Tage addiert werden, und dient werdendem Elternteil und medizinischem Team als gemeinsamer Orientierungspunkt für die Überwachung der fetalen Entwicklung, die Planung von Vorsorgeuntersuchungen und die Geburtsvorbereitung.
Die Naegele-Regel
Die Standardmethode ist die Naegele-Regel, benannt nach dem deutschen Geburtshelfer Franz Karl Naegele (1778–1851):
dabei ist LMP der erste Tag der letzten Menstruation. 280 Tage entsprechen 40 Wochen oder etwa 9 Kalendermonaten und 7 Tagen. Die Regel setzt einen regelmäßigen 28-Tage-Zyklus mit Ovulation um den 14. Tag voraus.
Anpassung an die Zykluslänge
Der Lehrbuchwert von 280 Tagen ist nur für einen 28-Tage-Zyklus exakt. Bei einem längeren Zyklus erfolgt der Eisprung — und damit die Befruchtung — später, sodass die Schwangerschaft, gemessen ab LMP, das Reifestadium ebenfalls später erreicht. Die übliche Korrektur verschiebt die Schätzung um die Differenz zwischen Ihrem Zyklus und 28 Tagen:
Ein regelmäßiger 32-Tage-Zyklus verschiebt den Termin beispielsweise um vier Tage nach hinten, ein 24-Tage-Zyklus um vier Tage nach vorn. Geben Sie Ihre durchschnittliche Zykluslänge ein, und der Rechner wendet diese Anpassung in der LMP-Methode automatisch an.
Ist statt Ihres LMP das Konzeptionsdatum bekannt, rechnet das Tool wie folgt um:
Ein bekanntes Konzeptionsdatum legt den Ovulationszeitpunkt bereits fest, sodass im Konzeptionsmodus keine Zykluslängen-Anpassung vorgenommen wird. Beide Wege liefern bei einem 28-Tage-Zyklus dasselbe Ergebnis.
Rechenbeispiel
Liegt der erste Tag der letzten Regelblutung auf dem 1. März 2026 bei einem regelmäßigen 30-Tage-Zyklus, ergibt sich der Termin in zwei Schritten. Zunächst die Grundregel: 1. März + 280 Tage = 6. Dezember 2026. Anschließend die Zyklus-Korrektur: 30 − 28 = 2 Tage, sodass sich der Termin auf den 8. Dezember 2026 verschiebt. Bei einem 28-Tage-Zyklus entfiele dieser Zusatz, und der Termin bliebe der 6. Dezember 2026.
Zählkonvention des Schwangerschaftsalters
Der genaue Zeitpunkt der Befruchtung ist fast nie direkt beobachtbar. Der Beginn der letzten Regelblutung hingegen ist ein verlässlich erinnertes und klinisch dokumentierbares Datum. Daher wird das Schwangerschaftsalter laut Konvention ab dem LMP gezählt — ein Neugeborenes mit 40 Schwangerschaftswochen hat ein embryonales Alter von ca. 38 Wochen. Dieser Zweiwochenversatz ist in allen Standard-Terminberechnungen eingebaut.
Dabei ist ⌊·⌋ die Bodenfunktion (Abrunden) — sie gibt die abgeschlossenen ganzen Wochen an und verwirft den Rest. Die Resttage nach der Division durch 7 ergeben die „plus Tage" in der klinischen Notation „X Wo. Y T.".
Die drei Trimenone
Die Schwangerschaft wird herkömmlicherweise in drei Trimenone eingeteilt:
| Trimenon | Schwangerschaftswochen | Wesentliche Entwicklungen |
|---|---|---|
| Erstes | 1–13 | Einnistung; alle Hauptorgane beginnen sich zu bilden; höchstes Fehlgeburtsrisiko |
| Zweites | 14–27 | Rapides fetales Wachstum; Kindsbewegungen spürbar; Feindiagnostik-Ultraschall typischerweise um SSW 20 |
| Drittes | 28–40+ | Gewichtszunahme des Fetus; Lungenreifung; Geburtsvorbereitung |
Die Grenzen sind Orientierungswerte für die klinische Kommunikation und keine scharfen biologischen Übergänge.
Genauigkeit und Grenzen
Die Naegele-Regel ist ein Bevölkerungsdurchschnitt, keine personalisierte Vorhersage:
- Nur ~5 % der Babys kommen exakt am EGT. Die meisten Geburten finden innerhalb von zwei Wochen vor oder nach dem Termin statt.
- Die Zykluslänge wird berücksichtigt, unregelmäßige Zyklen jedoch nicht. Der Rechner passt sich an eine konstante Zykluslänge ungleich 28 Tagen an; schwankt Ihr Zyklus jedoch von Monat zu Monat erheblich, bleibt selbst die angepasste LMP-Schätzung unsicher.
- Ultraschall verfeinert die Schätzung. Eine Frühultraschall-Messung der Scheitelsteißlänge (SSL) ist oft genauer als die LMP-Methode, besonders wenn die Zykluslänge unsicher ist. Die betreuende Gynäkologin oder Hebamme kann den Termin nach einem frühen Ultraschall anpassen.
- IVF und bekannte Konzeptionsdaten ermöglichen dem Konzeptionsmodus hier eine höhere Präzision als dem LMP-Modus, da der Zeitpunkt der Ovulation exakt bekannt ist.
Dieser Rechner liefert eine informative Schätzung. Wenden Sie sich für eine individuelle Beratung an Ihren Gynäkologen, Ihre Hebamme oder Ihren Hausarzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die Naegele-Regel?
Die Naegele-Regel ist die Standardmethode zur Berechnung des Geburtstermins. Ausgehend vom ersten Tag der letzten Regelblutung (LMP) werden 280 Tage (40 Wochen) addiert. Sie setzt einen 28-tägigen Zyklus mit Eisprung am 14. Tag voraus. Bei bekanntem Konzeptionsdatum werden 266 Tage (38 Wochen) addiert, was LMP + 14 + 266 = LMP + 280 entspricht.
Was ist, wenn mein Zyklus nicht 28 Tage dauert?
Die Naegele-Regel setzt einen klassischen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung am 14. Tag voraus. Ist der Zyklus länger oder kürzer, erfolgt der Eisprung — und damit die Befruchtung — später oder früher, sodass sich der ab der letzten Regelblutung berechnete Termin verschiebt. Dieser Rechner wendet die übliche Korrektur an: EGT = letzte Regelblutung + 280 Tage + (Zykluslänge − 28). Ein regelmäßiger 32-Tage-Zyklus verschiebt die Schätzung beispielsweise um vier Tage nach hinten.
Die Anpassung gilt nur für die Methode über die letzte Regelblutung; bei Eingabe eines bekannten Konzeptionsdatums ist der Ovulationszeitpunkt bereits berücksichtigt. Bei unregelmäßigen Zyklen ist ein Frühultraschall die zuverlässigste Methode zur Terminbestimmung.
Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?
Der Termin ist eine Schätzung. Nur rund 5 % der Babys kommen exakt am EGT; etwa 80 % werden innerhalb von zwei Wochen vor oder nach dem Termin geboren. Die Genauigkeit hängt von der Regelmäßigkeit des Zyklus und der Präzision des LMP- oder Konzeptionsdatums ab. Der behandelnde Arzt oder die Hebamme kann den Termin nach einer Frühultraschall-Messung anpassen.
Was sind die drei Trimenone?
Die Schwangerschaft wird in drei Trimenone (Drittel) eingeteilt. Das erste Trimenon umfasst die Wochen 1–13 (Organogenese). Das zweite Trimenon die Wochen 14–27 (rasche Entwicklung, Kindsbewegungen spürbar). Das dritte Trimenon reicht von Woche 28 bis zur Geburt (Gewichtszunahme, Reife der Lungen).
Warum wird das Schwangerschaftsalter ab der letzten Regelblutung und nicht ab der Befruchtung gezählt?
Der genaue Befruchtungszeitpunkt ist meist unbekannt, während der Beginn der letzten Regelblutung ein verlässlich erinnertes und klinisch erfassbares Datum ist. Konventionell wird das Schwangerschaftsalter daher ab LMP gezählt. Da der Eisprung und die Befruchtung etwa zwei Wochen nach LMP stattfinden, beträgt das embryonale Alter bei einem reifen Neugeborenen (40 SSW) tatsächlich nur ca. 38 Wochen.
Disclaimer
Dieser Rechner liefert ausschließlich Schätzwerte und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die berechneten Termine beruhen auf Standardannahmen zu Zykluslänge und Ovulationszeitpunkt. Bitte wenden Sie sich für eine individuelle Betreuung an Ihren Gynäkologen, Ihre Hebamme oder einen anderen qualifizierten medizinischen Fachmann.
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