Schulden-Einkommens-Verhältnis Rechner
Eingaben
| Monatliches Bruttoeinkommen | 5.000 $ |
|---|---|
| Monatliche Wohnkosten (Tilgung, Zinsen, Nebenkosten) | 1.200 $ |
| Sonstige monatliche Kreditraten | 200 $ |
Schulden-Einkommens-Verhältnis Rechner
Schulden-Einkommens-Verhältnis berechnen — die Kennzahl, mit der Banken bei Kredit- und Immobilienanträgen Ihre Schuldentragfähigkeit beurteilen.
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Kreditrichtwerte
Das Wohnkosten-Einkommens-Verhältnis liegt unter 28 % (US-Richtwert). Die Wohnkostenbelastung ist im Verhältnis zum Einkommen gut beherrschbar.
Das Schulden-Einkommens-Verhältnis im Überblick
Das Schulden-Einkommens-Verhältnis (englisch Debt-to-Income Ratio) ist eine Kennzahl, die die monatlichen Schuldenzahlungen ins Verhältnis zum monatlichen Bruttoeinkommen setzt. Sie gibt an, welcher Anteil des Einkommens bereits durch bestehende Verbindlichkeiten gebunden ist, und dient Banken als zentraler Maßstab für die Schuldentragfähigkeit eines Kreditnehmers.
Front-End- und Back-End-Verhältnis
Der Rechner liefert zwei Kennzahlen, die unterschiedliche Fragen beantworten.
Front-End-Verhältnis: Nur die Wohnkosten (Tilgungsrate, Zinsen, anteilige Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung) ins Verhältnis zum Bruttoeinkommen gesetzt. Diese Quote misst, wie stark das Einkommen allein durch die Wohnkosten beansprucht wird.
Back-End-Verhältnis: Alle regelmäßigen Kreditraten zusammen — also Wohnkosten plus Autokredit, Studienkredit, Konsumentendarlehen und Kreditkarten-Mindestzahlung. Dies ist die Kennzahl, die Banken bei der Kreditentscheidung in den Vordergrund stellen, weil sie das vollständige Schuldenbild abbildet.
Berechnung
Das Schulden-Einkommens-Verhältnis ergibt sich aus dem Quotienten der monatlichen Schuldenzahlungen und des monatlichen Bruttoeinkommens:
DTI=Monatliches BruttoeinkommenMonatliche Schuldenzahlungen×100Ein Kreditnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4.500 €, einer Wohnkostenrate von 800 € und einem Autokredit von 200 € hat monatliche Schuldenzahlungen von 1.000 € und damit:
DTI=4.500 €1.000 €×100=22,2%Ein Wert unter 30 % gilt bei den meisten deutschen Banken als komfortabel.
Richtwerte für das Schulden-Einkommens-Verhältnis
Eine gesetzliche Obergrenze für das Schulden-Einkommens-Verhältnis besteht nicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verpflichtet Banken jedoch zu einer sorgfältigen Prüfung der Kreditwürdigkeit, bei der das Schulden-Einkommens-Verhältnis eine der zentralen Größen ist.
In der Praxis gelten folgende Faustregeln:
| Bereich | Einschätzung der meisten Banken |
|---|---|
| Unter 30 % | Günstig — beste Zinskonditionen erreichbar |
| 30–35 % | Akzeptabel — gute Bonität vorausgesetzt |
| 35–40 % | Kritisch — Sicherheiten oder Bürgen oft erforderlich |
| Über 40 % | Schwierig — viele Banken lehnen ab |
Für Baufinanzierungen ist die Toleranz häufig etwas größer, sofern Eigenkapital und Schufa-Auskunft einwandfrei sind. Bei Konsumentenkrediten sind die Maßstäbe strenger.
Erfassung der Wohnkosten
Die Aussagekraft des Front-End-Verhältnisses hängt davon ab, dass die Wohnkosten vollständig erfasst werden. Über die reine Kaltmiete oder die Tilgungsrate hinaus gehören dazu:
- Heiz- und Betriebskosten (Warmmiete)
- Wohngebäudeversicherung
- Anteilige Grundsteuer beim Eigentumserwerb
- Hausgeld bei Eigentumswohnungen (Wohngeld, Instandhaltungsrücklage)
Werden diese Posten ausgelassen, fällt die berechnete Wohnkostenbelastung niedriger aus, als sie tatsächlich ist.
Senkung des Schulden-Einkommens-Verhältnisses
Das Verhältnis lässt sich über beide Bestandteile des Quotienten beeinflussen.
Auf der Schuldenseite (Zähler):
- Bestehende Konsumentenkredite oder Kreditkartenschulden vorrangig tilgen (Lawinen-Methode: zuerst der Kredit mit dem höchsten Zinssatz)
- KfW-Förderung oder Sondertilgungsoptionen zur Senkung der Restschuld nutzen
- Fahrzeugfinanzierungen umschulden oder ablösen, wenn der Zinssatz über dem aktuellen Marktzins liegt
Auf der Einkommensseite (Nenner):
- Gehaltserhöhung, Nebentätigkeit oder Selbstständigkeit
- Bei Paaren: Einkommenszusammenrechnung im Rahmen eines gemeinsamen Kreditantrags
- Mieteinnahmen aus vermieteten Immobilien, die Banken teilweise als Einkommen anrechnen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das Schulden-Einkommens-Verhältnis?
Das Schulden-Einkommens-Verhältnis gibt an, welcher Anteil Ihres monatlichen Bruttoeinkommens für Schuldentilgung aufgewendet wird. Sie ist die wichtigste Kennzahl, mit der Banken beurteilen, ob Sie sich einen weiteren Kredit leisten können. Im Gegensatz zum Schufa-Score ist diese Kennzahl rein rechnerisch — Sie können sie durch Einkommenssteigerung oder Schuldenabbau direkt verbessern.
Was ist der Unterschied zwischen dem Front-End- und dem Back-End-Verhältnis?
Das Front-End-Verhältnis berücksichtigt ausschließlich Wohnkosten. Das Back-End-Verhältnis erfasst alle regelmäßigen Kreditraten einschließlich Wohnkosten. Deutsche Banken prüfen in der Regel das gesamte Schulden-Einkommens-Verhältnis (Back-End), weil es das vollständige Schuldenbild widerspiegelt. Das Front-End-Verhältnis ist vor allem für die Immobilienfinanzierung relevant.
Welche Grenzen für das Schulden-Einkommens-Verhältnis legen Kreditinstitute zugrunde?
Deutsche Banken: Ein gesamtes Schulden-Einkommens-Verhältnis unter 35–40 % gilt als akzeptabler Bereich; Werte unter 30 % ermöglichen bessere Konditionen. Baufinanzierungen werden von vielen Instituten bis 40 % genehmigt, wenn die Schufa-Bewertung einwandfrei ist. KfW-Darlehen folgen eigenen Kriterien. Auto- und Ratenkredite werden weniger streng bewertet, aber eine hohe bestehende Gesamtbelastung kann die Bonität dennoch verschlechtern.
Haftungsausschluss
Die Richtlinien zum Schulden-Einkommens-Verhältnis variieren je nach Kreditinstitut, Darlehensart und individueller Bonität. Diese Berechnung dient ausschließlich der Information und stellt keine Kreditzusage dar. Für verbindliche Einschätzungen wenden Sie sich an eine Bank oder einen unabhängigen Finanzberater.