Übersetzungsrechner Fahrrad
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| Kettenblatt (Zähne) | 50 |
|---|---|
| Ritzel hinten (Zähne) | 14 |
| Laufraddurchmesser | 680 mm |
| Trittfrequenz | 90 |
Übersetzungsrechner Fahrrad
Übersetzungsverhältnis, Entfaltung (m/Kurbelumdrehung) und Geschwindigkeit aus Kettenblatt, Ritzel, Laufrad und Trittfrequenz berechnen.
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Übersetzungsverhältnis
Das Übersetzungsverhältnis beschreibt, wie oft das Hinterrad pro Kurbelumdrehung rotiert. Es ergibt sich aus den Zähnezahlen von Kettenblatt und Ritzel :
Ein Kettenblatt mit 50 Zähnen und ein Ritzel mit 14 Zähnen ergeben : Das Hinterrad dreht sich 3,57-mal pro Kurbelumdrehung. Verhältnisse über 3 gelten als schwere (große) Gänge; unter 1,5 als leichte (kleine) Gänge.
Entfaltung
Das Übersetzungsverhältnis allein sagt noch nichts darüber aus, wie weit das Rad pro Kurbelumdrehung rollt — dazu kommt die Laufradgröße. Die Entfaltung (auch Rollout) berechnet diesen Weg:
Dabei ist das Übersetzungsverhältnis und der effektive Abrolldurchmesser des Laufrads in Metern. Für eine 50×14-Übersetzung auf einem 700c × 28-mm-Laufrad (Durchmesser ≈ 0,680 m) ergibt sich:
Das bedeutet: Mit jeder Kurbelumdrehung legt das Rad 7,63 m zurück. Typische Straßengänge bewegen sich zwischen 5 und 9 m; extreme Renngänge können 10 m übersteigen.
Gangzoll
Eine ältere, im deutschsprachigen Radsport noch gebräuchliche Kenngröße ist der Gangzoll. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert und leitet sich vom Hochrad ab: der Gangzoll gibt den Durchmesser (in Zoll) des direkt angetriebenen Vorderrads an, das bei gleicher Trittfrequenz dieselbe Geschwindigkeit ergäbe.
Der Gangzoll enthält — historisch bedingt — den Faktor π nicht. Entfaltung und Gangzoll sind proportional zueinander:
Für Trainingsanalysen ist die Entfaltung in Metern anschaulicher; Gangzoll findet sich vor allem in klassischen Vergleichstabellen und älterer Literatur.
Geschwindigkeit bei gegebener Trittfrequenz
Die Fahrgeschwindigkeit ergibt sich aus Entfaltung und Trittfrequenz (in U/min):
Im obigen Beispiel bei 90 U/min:
Trittfrequenz und Gangwahl
Für Ausdauerbelastungen empfiehlt sich eine Trittfrequenz zwischen 80 und 100 U/min. Bei höherer Trittfrequenz sinkt das Drehmoment pro Kurbelumdrehung, was die Muskulatur schont und die Ermüdung verlangsamt. Liegt die Trittfrequenz dauerhaft über 100 U/min, ist ein höherer Gang sinnvoll; fällt sie unter 70 U/min, sollte ein kleineres Ritzel gewählt werden.
Beim Vergleich verschiedener Laufradgrößen führt ein bloßes Zahnzahlverhältnis in die Irre. Ein 29-Zoll-MTB-Laufrad (≈ 720 mm) legt bei gleichem Verhältnis rund 16 % mehr Weg pro Umdrehung zurück als ein 26-Zoll-Laufrad (≈ 620 mm) — der Unterschied entspricht in der Praxis einem oder zwei Ritzeln auf der Kassette. Entfaltung und Gangzoll berücksichtigen die Laufradgröße und erlauben daher einen fairen Vergleich.
Effektiver Abrolldurchmesser
Die Voreinstellungen in diesem Rechner verwenden den effektiven Abrolldurchmesser: das Felgenhornmaß plus zweifache Reifenquerschnittshöhe im aufgepumpten Zustand. Ein 700c-Felgenbett hat ein Felgenhornmaß von 622 mm (ETRTO); mit einem 28-mm-Reifen ergibt sich ein Durchmesser von etwa mm. Da der tatsächliche Reifendurchmesser je nach Hersteller und Fahrdruck um mehrere Millimeter abweichen kann, liefert eine eigene Messung des Reifenumfangs (geteilt durch π) die genauesten Ergebnisse.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet Gangzoll und was sagt die Kenngröße aus?
Der Gangzoll ist eine historische Kenngröße aus dem 19. Jahrhundert, die die Übersetzung eines Fahrrads auf ein gleichwertiges Hochrad zurückführt: der Durchmesser (in Zoll) des direkt angetriebenen Vorderrads, das bei gleicher Trittfrequenz dieselbe Geschwindigkeit ergäbe. Die Formel lautet: Übersetzungsverhältnis × Laufraddurchmesser in Zoll.
Da die Laufradgröße eingerechnet ist, lässt sich eine 50×14-Kombination auf einem 700c-Rad direkt mit einer 46×16-Kombination auf einem 650b-Rad vergleichen — was ein bloßes Zahnzahlverhältnis nicht leistet. Werte über 100 Gangzoll entsprechen einer harten Rennübersetzung; unter 30 Gangzoll einer leichten Bergübersetzung.
Bedeutet ein höheres Übersetzungsverhältnis immer eine schwerere Übersetzung?
Ja, bei gleicher Laufradgröße. Ein höheres Verhältnis bedeutet, dass das Hinterrad pro Kurbelumdrehung öfter dreht — das Rad legt mehr Weg zurück, erfordert aber auch mehr Kraft.
Beim Vergleich verschiedener Laufradgrößen sind Gangzoll oder Entfaltung aussagekräftiger. Ein Verhältnis von 3,5 auf einem 26-Zoll-Laufrad ist in der Praxis leichter als dasselbe Verhältnis auf einem 29-Zoll-Laufrad, da das kleinere Laufrad pro Umdrehung weniger Weg zurücklegt.
Was ist der Unterschied zwischen Entfaltung und Gangzoll?
Beide Kenngrößen beschreiben die Wegstrecke pro Kurbelumdrehung, jedoch in unterschiedlichen Einheiten und Konventionen. Die Entfaltung (auch Rollout) ist die physikalisch direkte Angabe: Übersetzungsverhältnis × π × Laufraddurchmesser in Metern. Der Gangzoll verwendet den Laufraddurchmesser in Zoll, ohne den Faktor π — eine historische Konvention aus dem Hochradsport.
Die Umrechnung lautet: Entfaltung (m) × 39,37 ÷ π ≈ Gangzoll. Für Trainingsanalyse und Planung ist die Entfaltung anschaulicher; Gangzoll findet sich vor allem in älterer Radsportliteratur und klassischen Vergleichstabellen.
Wie wirkt sich die Laufradgröße auf die effektive Übersetzung aus?
Ein größeres Laufrad legt pro Umdrehung mehr Weg zurück und macht jeden Gang wirksam schwerer. Wer von 26 Zoll (≈ 620 mm Durchmesser) auf 29 Zoll (≈ 720 mm) wechselt, erhält bei gleichem Zahnverhältnis eine um etwa 16 % größere Entfaltung — was in der Praxis einem oder zwei Ritzeln auf der Kassette entspricht.
MTB-Fahrer, die auf 29 Zoll umsteigen, benötigen für gleiche Berggängigkeit häufig ein größeres Ritzel. Beim Wechsel zwischen 700c und 650b am Rennrad ist der Unterschied gering (etwa 1 %), da die breiteren Reifen den kleineren Felgendurchmesser nahezu ausgleichen.
Haftungsausschluss
Die Geschwindigkeitsangaben setzen einen Antriebswirkungsgrad von 100 % ohne Kettenschlupf oder -durchbiegung voraus. Die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit hängt von Reifendruck, Untergrund und Fahrerposition ab. Die Laufrad-Voreinstellungen sind Näherungswerte — für hohe Genauigkeit empfiehlt sich eine Messung des individuellen Reifenumfangs bei Fahrdruck.
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