BMI-Rechner
Berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index aus Größe und Gewicht und erhalten Sie eine Einordnung nach der WHO-Klassifikation, den WHO-Grenzwerten für den asiatisch-pazifischen Raum oder dem japanischen JASSO-Schema.
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Für Ihre Körpergröße liegt der WHO-Normalbereich bei ...–....
Der Body-Mass-Index
Der Body-Mass-Index (BMI) setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße im Quadrat und ist eine standardisierte Kennzahl zur groben Einordnung des Körpergewichts in Unter-, Normal- und Übergewicht. Er ist ein Screening-Werkzeug für Bevölkerungsgruppen, kein Diagnoseinstrument für Einzelpersonen — diese Unterscheidung wird im Alltag oft übergangen.
Dieser Rechner ermittelt aus Körpergröße und Gewicht den BMI, das Referenzgewicht (definiert als BMI = 22, der JASSO-Bezugswert mit dem statistisch niedrigsten Erkrankungsrisiko in japanischen Kohortenstudien) und ordnet das Ergebnis nach den WHO-Kriterien ein.
Formel und Herkunft
Die Formel ist einzeilig: das Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.
Wer 1,70 m groß ist und 70 kg wiegt, erhält . Wer 5 ft 7 in groß ist und 154 lb wiegt, erhält — der BMI rechnet intern in metrischen Einheiten, auch wenn die Eingaben imperial sind.
Da die Größe quadratisch im Nenner steht, wirkt sie stark: Fünf Zentimeter mehr senken den BMI bei gleichem Gewicht um etwa 1,5 Punkte. Pro zusätzlichem Kilogramm steigt der BMI um 1 geteilt durch das Quadrat der Größe in Metern, bei 170 cm also um rund 0,35 Punkte.
Aufgestellt wurde die Formel 1832 vom belgischen Statistiker Adolphe Quetelet — ursprünglich nicht zur Diagnose, sondern zur statistischen Beschreibung des "mittleren Menschen". 1972 erhielt sie durch den Physiologen Ancel Keys ihren heutigen Namen, und seit 1995 nutzt die WHO sie als internationalen Standard zur Adipositas-Klassifikation.
Klassifikation nach WHO
Die WHO ordnet den berechneten Wert anhand fester Schwellen ein:
| BMI | Einordnung |
|---|---|
| < 18,5 | Untergewicht |
| 18,5–24,9 | Normalgewicht |
| 25,0–29,9 | Übergewicht |
| 30,0–34,9 | Adipositas Grad I |
| 35,0–39,9 | Adipositas Grad II |
| ≥ 40 | Adipositas Grad III |
Die Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) orientieren sich an genau diesen Schwellen. In der ärztlichen Praxis wird der BMI häufig durch die Messung des Bauchumfangs ergänzt: ab 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern gilt das viszerale Fettgewebe als gesundheitlich relevant.
Grenzwerte für den asiatisch-pazifischen Raum
Derselbe BMI-Wert bedeutet je nach ethnischer Herkunft ein unterschiedliches Gesundheitsrisiko. Süd- und ostasiatische Bevölkerungen entwickeln Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oft schon bei niedrigeren BMI-Werten als europäische Bevölkerungen. Die WHO trägt dem mit gesonderten Grenzwerten für den asiatisch-pazifischen Raum Rechnung: Übergewicht ab 23, Adipositas ab 27,5. Dieser Rechner bietet die asiatisch-pazifischen Werte sowie das japanische JASSO-Schema als wählbare Referenz an; die Klassifikation lässt sich in den Einstellungen umschalten.
Grenzen des BMI
Die Schwächen des BMI sind seit Jahrzehnten bekannt und gehören in jede Interpretation:
- Muskelmasse vs. Fettmasse: Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett. Bodybuilder, Ringer und Ruderer fallen oft in den Bereich "Übergewicht" oder "Adipositas", obwohl ihr Körperfettanteil sehr niedrig ist.
- Verteilung des Körperfetts: Bauchfett (viszerales Fett) ist gesundheitlich riskanter als Hüft- und Oberschenkelfett. Der BMI sieht den Unterschied nicht — der Bauchumfang schon.
- Alter: Bei älteren Menschen verschiebt sich oft das Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse, ohne dass sich der BMI ändert (sarkopene Adipositas). Für Personen über 65 gelten teilweise leicht höhere Normalbereiche.
- Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft ist der BMI nicht aussagekräftig; medizinische Empfehlungen zur Gewichtszunahme orientieren sich am BMI vor der Schwangerschaft.
- Kinder und Jugendliche: Hier werden alters- und geschlechtsspezifische BMI-Perzentilen verwendet, nicht die Erwachsenen-Tabelle.
Anwendung
Der BMI dient als erste Orientierung in mehreren Zusammenhängen. Bei der Vorsorgeuntersuchung im Rahmen des Check-up 35 wird er fast immer erhoben; private Lebens- und Krankenversicherer ziehen ihn für ihre Risikoeinstufung heran, wobei Werte deutlich über oder unter dem Normalbereich zu Risikozuschlägen führen können. Im Sport liefert er einen groben Anhaltspunkt für das Verhältnis von Größe und Gewicht, greift bei hohem Muskelanteil aber systematisch zu hoch.
Aussagekräftiger als ein einzelner Wert ist der Verlauf über Wochen und Monate, da er von Tagesform und Wassereinlagerung unabhängige Vergleichswerte liefert. Als Orientierungshilfe ist der BMI ein guter Startpunkt, als alleinige Diagnose ist er ungeeignet. Für eine fundierte Einschätzung ist das Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoll.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist der BMI ein zuverlässiges Maß für die Gesundheit?
Auf Bevölkerungsebene ja — der BMI bildet das gesundheitliche Risiko grob, aber gut messbar ab. Auf Einzelpersonenebene hat er bekannte blinde Flecken: Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse, ignoriert die Fettverteilung (viszeral vs. subkutan) und basiert vor allem auf Daten kaukasischer Populationen. Der BMI sollte gemeinsam mit Bauchumfang, Körperzusammensetzung und Fitness bewertet werden.
Warum unterscheiden sich WHO-, asiatisch-pazifische und JASSO-Klassifikation?
Asiatische Bevölkerungen entwickeln Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig schon bei niedrigeren BMI-Werten. Die WHO-Standardgrenzen setzen Übergewicht bei 25–29,9 und Adipositas ab 30 an. Die WHO-Grenzwerte für den asiatisch-pazifischen Raum senken dies auf Übergewicht ab 23 und Adipositas ab 27,5.
JASSO (Japan Society for the Study of Obesity) verwendet Übergewicht ab 25 mit feiner abgestuften Klassen darüber. Dieser Rechner zeigt standardmäßig JASSO im Japanischen, die asiatisch-pazifischen Grenzwerte im Koreanischen und im traditionellen Chinesisch sowie sonst die WHO-Standardklassifikation — die Referenz lässt sich in den Einstellungen umschalten.
Warum stuft der BMI muskulöse Personen oft als übergewichtig ein?
Der BMI kann Muskel- nicht von Fettmasse unterscheiden. Sportlich aktive Menschen mit ausgeprägter Muskulatur fallen daher häufig in den Bereich "Übergewicht" oder "Adipositas", obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. Eine Messung der Körperzusammensetzung (DEXA, Hautfaltenmessung oder die Navy-Methode) liefert in solchen Fällen ein realistischeres Bild.
Disclaimer
Der BMI ist ein bevölkerungsbezogenes Screening-Werkzeug, keine klinische Diagnose. Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse und sagt nichts über die Fettverteilung aus. Für medizinische Entscheidungen zu Gewicht, Körperzusammensetzung oder kardiovaskulärem Risiko ist eine ärztliche Beratung mit umfassender Untersuchung erforderlich.
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