Leuchtdichte-Umrechner
Eingaben
| Candela pro Quadratmeter | 250 cd/m² |
|---|
Leuchtdichte-Umrechner
Leuchtdichte umrechnen: cd/m², Nit und Foot-Lambert. Für Displayhelligkeit, Kinoprojektion und Lichtplanung.
SI / Gebräuchlich
Weitere Einheiten
Leuchtdichte — Definition und Einheiten
Leuchtdichte ist die photometrische Größe, die beschreibt, wie viel Licht eine Fläche pro Flächeneinheit und Raumwinkel in Richtung des Betrachters aussendet, durchlässt oder reflektiert. Die SI-Einheit ist Candela pro Quadratmeter (cd/m²), im Bereich der Displaytechnik auch als Nit bezeichnet. Beide Bezeichnungen sind gleichwertig: 1 Nit = 1 cd/m².
Leuchtdichte ist nicht dasselbe wie Beleuchtungsstärke (Lux): Lux misst den Lichtstrom, der auf eine Fläche fällt, während cd/m² beschreibt, wie hell diese Fläche dem Auge erscheint. Ein Büro kann auf 500 lx nach DIN EN 12464-1 beleuchtet sein; die Leuchtdichte des Schreibtischs hängt dann vom Reflexionsgrad der Oberfläche ab.
Umrechnungsübersicht
| Einheit | cd/m²-Äquivalent | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1 Nit | 1 | Informelle Bezeichnung aus der Displayindustrie |
| 1 Foot-Lambert (fL) | ≈ 3,4263 | (1/π) cd/ft²; vor allem in US-amerikanischen Kinoprojektionsnormen |
Der Foot-Lambert ist als Einheit historisch gewachsen: Bei einer Lambertschen Fläche mit einer Beleuchtungsstärke von 1 Foot-Candle und vollständiger Reflexion (Reflexionsgrad = 1) beträgt die Leuchtdichte genau 1 fL. Der Faktor π in der Lambertschen Reflexionsformel erklärt, warum 1 fL ≈ 3,426 cd/m² und nicht 1:1 entspricht.
Typische Leuchtdichtewerte
| Quelle / Anwendung | Ungefähre Leuchtdichte |
|---|---|
| Sternenhimmel | ~0,001 cd/m² |
| Mondlandschaft | ~1 cd/m² |
| Laptop-Bildschirm (SDR, typisch) | 200–400 Nit |
| HDR10-Fernseher (Spitzenwert) | 1.000 Nit |
| DCI-Kinofilm 2D (Projektor) | ≈ 48 Nit (14 fL) |
| Smartphone (Außenbereich) | 800–2.000 Nit |
| Klarer blauer Himmel | ~8.000 cd/m² |
| Direkte Sonneneinstrahlung | ~1.000.000.000 cd/m² |
Einheiten im Überblick
cd/m² ist die in Normen (IEC, DIN, CIE) und technischen Datenblättern verwendete Einheit. Displayhersteller geben Spitzen- und Nennhelligkeit von Panels in der Regel in cd/m² an.
Nit ist die Arbeitsbezeichnung der Consumer-Electronics- und Streamingbranche. Begriffe wie „HDR1000" bedeuten, dass das Panel eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nit erreicht. Nit-Angaben finden sich in Gerätebewertungen, TV-Vergleichen und den Metadaten von HDR10- und Dolby-Vision-Inhalten.
Foot-Lambert wird heute hauptsächlich in nordamerikanischen Kinobetrieben verwendet. Das DCI-Pflichtenheft schreibt 14 fL (≈ 48 cd/m²) für 2D-Vorführungen und 7 fL (≈ 24 cd/m²) für 3D-Vorführungen vor, da Polarisationsbrillen rund die Hälfte des Lichts absorbieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist ein Nit, und entspricht es cd/m²?
Ja — ein Nit ist exakt eine Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Der Begriff „Nit" stammt aus dem Lateinischen nitere (leuchten, glänzen) und hat sich in der Displaybranche als informelle Kurzform gegenüber dem formalen SI-Ausdruck durchgesetzt. Beide Bezeichnungen sind vollständig synonym: 300 Nit = 300 cd/m².
In Normen der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) und der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) wird ausschließlich cd/m² verwendet. In Produktdatenblättern, Testberichten und Streaming-Metadaten (HDR10, Dolby Vision) ist hingegen „Nit" die übliche Angabe.
Wie rechnet man Nit in Foot-Lambert um?
Der Umrechnungsfaktor ergibt sich aus der Flächenbeziehung zwischen Quadratfuß und Quadratmeter sowie dem Faktor π der Lambert-Reflexion:
1 Foot-Lambert (fL) = (1/π) cd/ft² = (1/π) / 0,09290304 cd/m² ≈ 3,4263 cd/m²
Umrechnung:
- Nit → fL: durch 3,4263 dividieren (z. B. 100 Nit ÷ 3,4263 ≈ 29,2 fL)
- fL → Nit: mit 3,4263 multiplizieren (z. B. 16 fL × 3,4263 ≈ 54,8 Nit)
Der Foot-Lambert begegnet vor allem in nordamerikanischen Kinoprojektionsnormen. Das Digital Cinema Initiatives (DCI)-Pflichtenheft schreibt 14 fL (≈ 48 cd/m²) für 2D-Vorführungen und 7 fL (≈ 24 cd/m²) für 3D vor, da Polarisationsbrillen etwa die Hälfte des Lichts absorbieren. In Europa und in aktuellen Displayspezifikationen ist Nit bzw. cd/m² die gängige Einheit.
Welche Leuchtdichtewerte sind in der Praxis üblich?
Richtwerte nach Anwendungsbereich:
- Smartphone (Außenbereich, lesbar): 800–2.000 Nit
- Laptop-/PC-Monitor (SDR): 200–400 Nit
- HDR10-Fernseher (Spitzenwert): 1.000 Nit
- Dolby Vision (Spitzenwert): bis zu 4.000–10.000 Nit
- DCI-Kino 2D (Projektor): 14 fL ≈ 48 Nit
- DCI-Kino 3D (Projektor): 7 fL ≈ 24 Nit (Verlust durch Polarisationsbrille)
- HDR-Heimkino-Projektor: 150–300 Nit
- Direktes Sonnenlicht: ~1.000.000.000 cd/m² (10⁹ cd/m²)
Das menschliche Auge kann unter normalen Betrachtungsbedingungen Leuchtdichten von ca. 0,001 bis 10.000 Nit differenziert wahrnehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Leuchtdichte und Beleuchtungsstärke?
Leuchtdichte und Beleuchtungsstärke beschreiben verwandte, aber grundlegend verschiedene Größen der Photometrie:
Leuchtdichte (cd/m², Nit) gibt an, wie viel Licht eine Fläche in Richtung des Betrachters abgibt oder reflektiert — sie beschreibt den subjektiven Helligkeitseindruck einer Oberfläche. Displays, Leuchtschilder und Projektionsleinwände werden in cd/m² bewertet.
Beleuchtungsstärke (Lux, lx) misst das Licht, das auf eine Fläche fällt — also wie stark ein Schreibtisch, ein Studioset oder eine Arbeitsfläche beleuchtet ist. DIN EN 12464-1 schreibt für Büroarbeitsplätze mindestens 500 lx vor.
Der Zusammenhang bei diffus reflektierenden (Lambertschen) Flächen: Beleuchtungsstärke (lx) × Reflexionsgrad ÷ π ≈ Leuchtdichte (cd/m²). Daher zeigen ein Luxmeter und ein Leuchtdichtemessgerät bei gleicher Messfläche unterschiedliche Werte, selbst wenn beide auf dieselbe Oberfläche gerichtet sind.
Haftungsausschluss
1 Nit = 1 cd/m² (exakt). 1 Foot-Lambert = (1/π) cd/ft² ≈ 3,426259 cd/m² (exakt: 1/(π × 0,09290304)).