Wärmeleitfähigkeit umrechnen
Eingaben
| Watt pro Meter-Kelvin | 1 W/(m·K) |
|---|
Wärmeleitfähigkeit umrechnen
Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) zwischen W/(m·K), BTU/(hr·ft·°F) und cal/(s·cm·°C) umrechnen — für Bauphysik, Dämmstoffe und Werkstoffkunde.
SI / Metrisch
Imperial & CGS
Wärmeleitfähigkeit
Die Wärmeleitfähigkeit (Formelzeichen λ, auch k) ist eine Stoffeigenschaft, die beschreibt, wie gut ein Material Wärme durch Wärmeleitung transportiert. Definitionsgemäß gilt: Ein Baustoff mit λ = 1 W/(m·K) leitet durch eine 1 m dicke, 1 m² große Schicht bei einer Temperaturdifferenz von 1 K genau 1 Watt Wärmestrom. Je kleiner der λ-Wert, desto schlechter leitet das Material Wärme — und desto besser eignet es sich als Dämmstoff.
Einheiten
W/(m·K) — Watt pro Meter-Kelvin ist die SI-Einheit und der international verbindliche Standard in der Bauphysik, Werkstoffkunde und Wärmetechnik. Die DIN EN 12524, ISO 10456 und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verwenden ausschließlich W/(m·K).
BTU/(hr·ft·°F) — BTU pro Stunde, Fuß und Grad Fahrenheit ist die imperiale Einheit, die in US-amerikanischen Normen (ASHRAE, ICC Energy Code) und im nordamerikanischen HVAC-Bereich gebräuchlich ist. Der Umrechnungsfaktor lautet:
cal/(s·cm·°C) — Kalorien pro Sekunde, Zentimeter und Grad Celsius ist die CGS-Einheit. Sie erscheint in älterer Fachliteratur aus der Zeit vor der SI-Einführung sowie in historischen Werkstoffdatenbanken. Der Umrechnungsfaktor (mit thermochemischer Kalorie, 4,184 J):
λ-Werte typischer Bau- und Dämmstoffe
| Stoff | W/(m·K) | BTU/(hr·ft·°F) |
|---|---|---|
| Kupfer | 401 | 231,7 |
| Aluminium | 237 | 137,0 |
| Baustahl | 50 | 28,9 |
| Beton | 1,7 | 0,98 |
| Glas | 1,0 | 0,578 |
| Wasser (20 °C) | 0,598 | 0,346 |
| Fichtenholz | 0,13 | 0,075 |
| Mineralwolle (Glas-/Steinwolle) | 0,035–0,040 | 0,020–0,023 |
| EPS (expandiertes Polystyrol) | 0,032–0,038 | 0,018–0,022 |
| XPS (extrudiertes Polystyrol) | 0,030–0,036 | 0,017–0,021 |
| Ruhende Luft | 0,026 | 0,015 |
Die Werte für Mineralwolle, EPS und XPS entsprechen den Deklarationswerten gemäß DIN EN 13162 ff. Der tatsächliche λ-Wert eines Produkts ist dem Technischen Datenblatt des Herstellers zu entnehmen.
Umrechnungstabelle
| Von | nach W/(m·K) | nach BTU/(hr·ft·°F) | nach cal/(s·cm·°C) |
|---|---|---|---|
| 1 W/(m·K) | 1 | 0,577789 | 0,002390 |
| 1 BTU/(hr·ft·°F) | 1,730735 | 1 | 0,004136 |
| 1 cal/(s·cm·°C) | 418,4 | 241,9 | 1 |
λ-Wert und Wärmedurchlasswiderstand R
Wärmeleitfähigkeit (λ) und Wärmedurchlasswiderstand (R) sind über die Schichtdicke d verknüpft:
mit d in Metern und λ in W/(m·K) ergibt sich R in m²·K/W. Eine 16 cm dicke Mineralwollschicht (λ = 0,035 W/(m·K)) hat demnach:
Das GEG und die DIN 4108-2 legen Mindest-R-Werte für Außenwände, Dach und Boden fest. Aus dem geforderten R-Wert und dem bekannten λ-Wert eines Dämmstoffs lässt sich die erforderliche Mindestdicke direkt berechnen: .
Der in US-amerikanischen Normen verwendete R-Wert in hr·ft²·°F/BTU entspricht dem SI-R-Wert multipliziert mit dem Faktor 5,678.
Hinweise zur Anwendung
Einen Wert in beliebiger Einheit eingeben — die übrigen Felder werden automatisch aktualisiert. Zur Orientierung: 0,04 W/(m·K) entspricht dem Bereich typischer Wärmedämmstoffe; 50 W/(m·K) liegt im Bereich von Baustahl; 401 W/(m·K) entspricht der Wärmeleitfähigkeit von Kupfer.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie rechnet man W/(m·K) in BTU/(hr·ft·°F) um?
Den Wert in W/(m·K) mit 0,577789 multiplizieren ergibt BTU/(hr·ft·°F). Umgekehrt gilt: BTU/(hr·ft·°F) × 1,730735 = W/(m·K). Beispiel: Kupfer hat eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 401 W/(m·K), was 401 × 0,5778 ≈ 231,7 BTU/(hr·ft·°F) entspricht.
Welche Wärmeleitfähigkeit haben gängige Baustoffe und Werkstoffe?
Die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) schwankt stark: Kupfer ≈ 401 W/(m·K), Aluminium ≈ 237 W/(m·K), Baustahl ≈ 50 W/(m·K), Beton ≈ 1,7 W/(m·K), Glas ≈ 1,0 W/(m·K), Fichtenholz ≈ 0,13 W/(m·K), Mineralwolle ≈ 0,035–0,040 W/(m·K), EPS (Styropor) ≈ 0,032–0,038 W/(m·K) und ruhende Luft ≈ 0,026 W/(m·K). Ein niedrigerer λ-Wert bedeutet bessere Wärmedämmung.
Was ist der λ-Wert und wie hängt er mit dem R-Wert zusammen?
Der λ-Wert (Wärmeleitfähigkeit) gibt an, wie gut ein Baustoff Wärme leitet — je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Der Wärmedurchlasswiderstand R ergibt sich aus Schichtdicke d und λ-Wert: R = d / λ (in m²·K/W). Eine 12 cm dicke Mineralwolleschicht mit λ = 0,035 W/(m·K) ergibt R = 0,12 / 0,035 ≈ 3,43 m²·K/W.
Die DIN 4108 und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legen Mindest-R-Werte für Gebäudeteile fest; aus dem geforderten R-Wert lässt sich die notwendige Dämmstoffdicke direkt ableiten.
Was ist die Einheit cal/(s·cm·°C) und wann wird sie verwendet?
Cal/(s·cm·°C) — Kalorien pro Sekunde, Zentimeter und Grad Celsius — ist die CGS-Einheit der Wärmeleitfähigkeit. Eine cal/(s·cm·°C) entspricht 418,4 W/(m·K) (mit der thermochemischen Kalorie: 1 cal = 4,184 J). Die Einheit findet sich in älterer physikalischer und chemischer Fachliteratur sowie in Werkstoffdatentabellen aus der Zeit vor der SI-Einführung. In der modernen Bauphysik und Werkstofftechnik wird ausschließlich W/(m·K) verwendet.
Haftungsausschluss
Die Umrechnungsfaktoren basieren auf den SI-Definitionen (1 BTU = 1.055,06 J; 1 cal = 4,184 J). Anzeigewerte sind gerundet.
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