Molalitätsrechner
Eingaben
| Gesuchte Größe | Molalität berechnen |
|---|---|
| Mol des gelösten Stoffs | 0,5 mol |
| Masse des Lösemittels | 1 kg |
| Molalität | 0,5 mol/kg |
Molalitätsrechner
Berechnet die Molalität (b) einer Lösung aus den Mol des gelösten Stoffs und der Masse des Lösemittels in Kilogramm oder löst nach einer der Eingabegrößen auf. Molalität = Mol des gelösten Stoffs ÷ Kilogramm Lösemittel.
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Molalität verstehen
Die Molalität ist eine Konzentrationsangabe, die die Stoffmenge des gelösten Stoffs im Verhältnis zur Masse des Lösemittels ausdrückt. Sie ist definiert als Mol des gelösten Stoffs je Kilogramm Lösemittel und wird mit dem Symbol b (oder in älteren Texten mit einem kursiven Kleinbuchstaben m) bezeichnet. Da sich Massen mit der Temperatur nicht ändern, ist die Molalität die bevorzugte Konzentrationseinheit, wenn Temperatur eine Variable im Problem darstellt – vor allem bei kolligativen Eigenschaften wie Siedepunktserhöhung und Gefrierpunktserniedrigung.
Die Molalitätsformel
b=msolventnsolutewobei die Stoffmenge des gelösten Stoffs in Mol und die Masse des Lösemittels in Kilogramm ist. Die Einheit der Molalität ist mol/kg, gelegentlich auch mit dem informellen Symbol „m" (molal) geschrieben.
| Begriff | Symbol | Bedeutung |
|---|---|---|
| Molalität | mol gelöster Stoff je kg Lösemittel | |
| Mol des gelösten Stoffs | Stoffmenge des gelösten Stoffs | |
| Lösemittelmasse | Masse des Lösemittels in Kilogramm |
Umgestellt liefert dieselbe Formel die beiden anderen Größen:
- Mol des gelösten Stoffs = Molalität × Lösemittelmasse (kg)
- Lösemittelmasse (kg) = Mol des gelösten Stoffs ÷ Molalität
Rechenbeispiel
0,5 mol NaCl werden in 500 g Wasser gelöst. Wie groß ist die Molalität?
msolventb=500 g=0,5 kg=msolventnsolute=0,5 kg0,5 mol=1,0 mol/kgDie Lösung hat eine Molalität von 1,0 mol/kg (1,0 m).
Molalität und Molarität im Vergleich
Sowohl Molalität als auch Molarität beschreiben, wie viel gelöster Stoff in einer Lösung enthalten ist, verwenden jedoch unterschiedliche Nenner.
| Eigenschaft | Molalität (b) | Molarität (c) |
|---|---|---|
| Nenner | kg Lösemittel | L Lösung |
| Temperaturabhängig? | Nein | Leicht (Volumen dehnt sich aus) |
| Lösemitteldichte erforderlich? | Nein | Ja, zur Umrechnung von Masse in Volumen |
| Verwendet für | Kolligative Eigenschaften | Reaktionsstöchiometrie |
Für verdünnte wässrige Lösungen bei Raumtemperatur sind Molalität und Molarität numerisch nahezu gleich, da 1 L Wasser annähernd 1 kg wiegt. Der Unterschied wird bei höheren Konzentrationen oder bei Temperaturen weit von 25 °C entfernt bedeutsam.
Bedeutung der Molalität bei kolligativen Eigenschaften
Kolligative Eigenschaften – Siedepunktserhöhung, Gefrierpunktserniedrigung, osmotischer Druck und Dampfdruckerniedrigung – hängen vom Verhältnis der Teilchen des gelösten Stoffs zu den Teilchen des Lösemittels ab. Die zugehörigen Gleichungen lauten:
ΔTb=Kb⋅bΔTf=Kf⋅bwobei und lösemittelspezifische Konstanten sind (für Wasser gilt und ) und die Molalität bezeichnet. Die Molarität kann hier nicht ersetzt werden, da sich beim Sieden oder Gefrieren Temperatur und Volumen der Lösung ändern – was ein molaritätsbasiertes Ergebnis während des betreffenden Prozesses verfälschen würde.
Umrechnung von Gramm des gelösten Stoffs in Mol
In der Laborpraxis geht man meist von einer Masse des gelösten Stoffs aus, nicht von einer direkten Mol-Angabe. Für die Umrechnung benötigt man die molare Masse :
nsolute=MmsoluteZum Beispiel ergeben 18 g Glucose (molare Masse 180 g/mol) . In einem halben Kilogramm Wasser gelöst ergibt sich eine Molalität von .
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die Formel für die Molalität?
Die Molalität (Symbol b) ist die Stoffmenge des gelösten Stoffs in Mol geteilt durch die Masse des Lösemittels in Kilogramm: b = n ÷ m(Lösemittel). Im Gegensatz zur Molarität steht im Nenner die Lösemittelmasse allein – nicht das Gesamtvolumen der Lösung. Zum Beispiel ergibt das Lösen von 0,5 mol NaCl in 1 kg Wasser eine Molalität von 0,5 mol/kg, geschrieben 0,5 m.
Was ist der Unterschied zwischen Molalität und Molarität?
Die Molarität (c oder M) ist die Mol-Anzahl des gelösten Stoffs je Liter Lösung. Die Molalität (b oder m) ist die Mol-Anzahl des gelösten Stoffs je Kilogramm Lösemittel. Der praktische Unterschied liegt in der Temperaturabhängigkeit: Das Volumen einer Lösung ändert sich mit steigender Temperatur, sodass die Molarität leicht schwankt. Die Masse des Lösemittels bleibt konstant, daher ist die Molalität temperaturunabhängig. Wenn Temperaturänderungen relevant sind – etwa bei Siedepunktserhöhung und Gefrierpunktserniedrigung – ist die Molalität die bevorzugte Konzentrationseinheit.
Warum wird die Molalität bei kolligativen Eigenschaften verwendet?
Kolligative Eigenschaften – Siedepunktserhöhung, Gefrierpunktserniedrigung, osmotischer Druck und Dampfdruckerniedrigung – hängen vom Verhältnis der Teilchen des gelösten Stoffs zu den Teilchen des Lösemittels ab. Da die Masse des Lösemittels proportional zur Anzahl der Lösemittelmoleküle ist (für ein reines Lösemittel), spiegelt die Molalität dieses Verhältnis direkt wider und bleibt temperaturunabhängig. Würde man stattdessen die Molarität verwenden, würde sich ein kleiner Fehler einschleichen, da sich das Lösungsvolumen und damit der Nenner beim Sieden oder Gefrieren verändert.
Wie berechne ich die Molalität Schritt für Schritt?
Schritt 1 – Mol des gelösten Stoffs bestimmen: Masse des gelösten Stoffs durch seine molare Masse dividieren. Für 18 g Glucose (molare Masse 180 g/mol): n = 18 ÷ 180 = 0,1 mol. Schritt 2 – Lösemittelmasse in Kilogramm umrechnen: 500 g Wasser entsprechen 0,5 kg. Schritt 3 – dividieren: b = 0,1 mol ÷ 0,5 kg = 0,2 mol/kg. Das Ergebnis wird manchmal als 0,2 m geschrieben (kursives Kleinbuchstaben-m, nicht mit Meter zu verwechseln).
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