Primfaktorzerlegung – Rechner
Zerlegt ganze Zahlen bis 10¹² in ihre Primfaktoren und zeigt die Zerlegung in Exponentialschreibweise, die Anzahl der Primfaktoren ω(n) und die Teileranzahl τ(n).
Eingaben
Ergebnisse
Was ist Primfaktorzerlegung?
Jede ganze Zahl größer als 1 lässt sich als Produkt von Primzahlen schreiben. Diese Darstellung heißt Primfaktorzerlegung. Beispiel:
Die Primzahlen 2, 3 und 5 sind die „Atome" der 360 – sie lassen sich nicht weiter zerlegen. Die Exponenten (3, 2 und 1) geben an, wie oft jede Primzahl im Produkt vorkommt.
Der Fundamentalsatz der Arithmetik
Der Fundamentalsatz der Arithmetik garantiert zwei Dinge:
- Existenz: Jede ganze Zahl größer als 1 besitzt mindestens eine Primfaktorzerlegung.
- Eindeutigkeit: Diese Zerlegung ist – bis auf die Reihenfolge der Faktoren – eindeutig.
Warum ist 1 keine Primzahl? Würde man 1 als Primzahl zählen, gäbe es unendlich viele Primfaktorzerlegungen (360 = 1 · 2³ · 3² · 5 = 1² · 2³ · 3² · 5 usw.). Die Eindeutigkeit ist nur gesichert, wenn 1 ausgeschlossen wird.
Probedivision – so geht die Zerlegung
Die einfachste Methode ist die Probedivision: Teste alle Zahlen von 2 bis als mögliche Teiler.
Schritt für Schritt für n = 360:
- Durch 2 teilbar? Ja: 360 ÷ 2 = 180, 180 ÷ 2 = 90, 90 ÷ 2 = 45. 45 ist ungerade, 2 geht nicht mehr. Faktor 2³.
- Durch 3 teilbar? Ja: 45 ÷ 3 = 15, 15 ÷ 3 = 5. 5 ist nicht durch 3 teilbar. Faktor 3².
- Durch 5 teilbar? Ja: 5 ÷ 5 = 1. Faktor 5¹.
- Quotient ist 1 – fertig. Ergebnis: .
Warum nur bis ? Hat n einen Primfaktor p > , so ist n/p < , also muss auch ein kleinerer Faktor existieren. Wird bis kein Teiler gefunden, ist n selbst eine Primzahl.
Primfaktorbaum
Ein Primfaktorbaum veranschaulicht die Zerlegung: Man teilt eine Zahl in beliebige zwei Faktoren und wiederholt das, bis alle Äste bei Primzahlen enden.
360
/ \
8 45
/ \ / \
4 2 9 5
/ \ / \
2 2 3 3
Die Blätter ergeben 2, 2, 2, 3, 3, 5 → 2³ · 3² · 5. Unabhängig davon, wie man den Baum aufbaut, kommt man stets zum gleichen Ergebnis – das ist die Eindeutigkeit in der Praxis.
Teileranzahl aus der Primfaktorzerlegung
Hat man die Primfaktorzerlegung, lässt sich die Anzahl der positiven Teiler mit einer einzigen Formel berechnen:
Warum? Jeder Teiler von n entsteht, indem man für jede Primzahl einen Exponenten zwischen 0 und wählt – das sind Möglichkeiten pro Primzahl, und die Wahlen sind voneinander unabhängig.
Beispiel – Teiler von 360:
Die Zahl 360 hat genau 24 positive Teiler.
ggT und kgV aus der Primfaktorzerlegung
Kennt man die Zerlegungen zweier Zahlen, lassen sich ggT und kgV direkt ablesen:
- ggT: Wähle für jede Primzahl den kleineren Exponenten.
- kgV: Wähle für jede Primzahl den größeren Exponenten.
Beispiel: ggT und kgV von 360 und 504
| Primzahl | Exp. 360 | Exp. 504 | min (ggT) | max (kgV) |
|---|---|---|---|---|
| 2 | 3 | 3 | 3 | 3 |
| 3 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| 5 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| 7 | 0 | 1 | 0 | 1 |
Brüche kürzen
Um auf den kleinsten Term zu bringen, dividiert man Zähler und Nenner durch :
Anwendungen
| Bereich | Verwendung |
|---|---|
| Kryptografie (RSA) | Sicherheit beruht auf der Schwierigkeit, das Produkt zweier großer Primzahlen zu faktorisieren |
| Hash-Tabellen | Primzahlgrößen minimieren Kollisionen |
| Codierungstheorie | Generatorpolynome für fehlerkorrigierende Codes |
| Musiktheorie | Reintonungsintervalle sind Verhältnisse von Zweierpotenzen und kleinen Primzahlen |
Sonderfälle
- n = 2 (kleinste Primzahl): Zerlegung ist 2 selbst; genau 2 Teiler.
- n ist Primzahl: Ein einziger Primfaktor; Teileranzahl = 2.
- Primzahlpotenz (z. B. 1024 = 2¹⁰): Nur eine verschiedene Primzahl; Teileranzahl = 11.
- Hochzusammengesetzte Zahlen (360, 720, 1260 …): Haben unter allen Zahlen ähnlicher Größe die meisten Teiler.
Kurzübersicht
| Begriff | Formel |
|---|---|
| Primfaktorzerlegung | |
| Anzahl verschiedener Primfaktoren | |
| Teileranzahl | |
| ggT zweier Zahlen | Produkt mit minimalen Exponenten |
| kgV zweier Zahlen | Produkt mit maximalen Exponenten |
| Identität |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die Primfaktorzerlegung?
Die Primfaktorzerlegung ist die Darstellung einer ganzen Zahl größer als 1 als Produkt von Primzahlen. Zum Beispiel: 360 = 2³ · 3² · 5. Der Fundamentalsatz der Arithmetik garantiert, dass diese Darstellung – bis auf die Reihenfolge der Faktoren – eindeutig ist.
Warum ist die Primfaktorzerlegung eindeutig?
Der Fundamentalsatz der Arithmetik besagt, dass jede ganze Zahl größer als 1 genau eine Primfaktorzerlegung besitzt (Reihenfolge der Faktoren ausgenommen). Diese Eindeutigkeit macht die Primfaktorzerlegung zur Grundlage von Teilbarkeit, ggT, kgV und vielen kryptografischen Verfahren wie RSA.
Wie berechnet man die Teileranzahl aus der Primfaktorzerlegung?
Ist n = p₁^e₁ · p₂^e₂ · … · pₖ^eₖ, so gilt τ(n) = (e₁+1)(e₂+1)…(eₖ+1). Für 360 = 2³ · 3² · 5¹ ergibt sich τ(360) = 4 · 3 · 2 = 24. Die Zahl 360 hat also genau 24 positive Teiler.
Wie groß darf die eingegebene Zahl maximal sein?
Dieser Rechner unterstützt Zahlen bis 1.000.000.000.000 (10¹², eine Billion). Er verwendet die Probedivision bis √n, was maximal etwa eine Million Schritte erfordert und im Browser schnell genug läuft. Für größere Zahlen werden spezielle Algorithmen wie das Pollard-Rho-Verfahren oder das quadratische Sieb eingesetzt.